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NABU: Baden-Württembergs Hummeln am Hintern erkennen

Verantwortlicher Autor: Sergej Perelman Stuttgart, 01.06.2022, 20:10 Uhr
Presse-Ressort von: Sergej Perelman Bericht 4073x gelesen

Stuttgart [ENA] Augen auf, Lupe raus und Stift gezückt: Der NABU-Insektensommer steht vor der Tür. Vom 3. bis 12. Juni und vom 5. bis 14. August heißt es wieder: eine Stunde lang Insekten beobachten und zählen. Groß und Klein sind eingeladen, die Sechsbeiner vor der Haustüre besser kennenzulernen – und daran mitzuwirken, dass ein noch genaueres Bild der heimischen Insektenwelt entsteht.

Was ist der Insektensommer? Rund 33.000 heimische Insektenarten gibt es allein in Deutschland. Diese faszinierende Welt Stück für Stück mit viel Freude zu entdecken und sie zu bestimmen lernen – das leistet dieses Citizen Science-Projekt jeden Sommer aufs Neue. Die gemeinsame Aktion des NABU und seines bayerischen Partners LBV (Landesbund für Vogelschutz) ist einzigartig beim Insektenzählen. 2022 feiert sie ein kleines Jubiläum: Seit fünf Jahren werden regelmäßig im Juni und August tausende Menschen zu Hobbyforscherinnen und -forschern. Die Daten der Zählaktion werden in Zusammenarbeit mit der Plattform www.naturgucker.de erfasst. Der NABU wertet sie aus und veröffentlicht sie auf www.NABU.de/insektensommer-ergebnisse.

Acker-, Erd- oder Steinhummel?

Kannst du Hummeln am Hintern erkennen? Wer zum ersten Mal genauer hinschaut, kann sich auf diese „Entdeckungsfrage" konzentrieren. Acker-, Erd- und Steinhummel sind hierzulande die häufigsten Hummelarten, insgesamt gibt es in Baden-Württemberg 29 der pelzigen Brummer. Viele von ihnen kann man an ihrer Farbgebung unterscheiden. Die Ackerhummel hat einen gelb-bräunlichen Hintern, die Steinhummel einen orange-rötlichen, und das Hinterteil der Erdhummel ist weiß.

Hummeln im Südwesten

„Eine Wiese mit viel blühendem Rotklee ist ein guter Ort, um Hummeln zu beobachten", verrät Sabine Holmgeirsson, Fachbeauftragte für Wildbienen beim NABU Baden-Württemberg. Jetzt ist die Zeit, in der die Arbeiterinnen dort üblicherweise emsig Pollen sammeln. „2021 gab es im Südwesten im Bundesvergleich viele Hummel-Sichtungen. Ich bin gespannt, welches Bild sich diesen Juni zeigt. Bisher habe ich selbst nur relativ wenige Hummeln gesichtet." Ein Grund dafür dürfte der regenreiche letzte Sommer mit schlechten Startbedingungen für den Hummelnachwuchs sein.

Insektenzählen leichtgemacht

Je nach Vorwissen kann man sich auch mit der praktischen NABU-Zählhilfe in der Hand auf die acht häufigsten Insektenarten konzentrieren. Oder mit App und Bestimmungsbuch alle Sechsbeiner bestimmen, zählen und melden, die einem vor die Nase fliegen oder krabbeln. „Die besten Chancen hat man an einem sonnigen, möglichst windstillen Tag", rät Holmgeirsson. Beim Zählen konzentriert man sich auf einen Umkreis von zehn Metern um den eigenen Standort. Das kann fast überall sein – im Garten, auf dem Balkon, im Park, auf einer Wiese, im Wald oder am Wasser. Die Beobachtungen werden per Online-Formular oder mit der kostenlosen Web-App „NABU Insektensommer" gemeldet. Beide Meldewege sind unter www.insektensommer.de zum Aktionsstart abrufbar.

Diese Meldung bildet die NABU-Pressemitteilung vom 01.06.2022 ab. Mehr Informationen: www.NABU-BW.de/insektensommer Insektentrainer: www.insektentrainer.de Web-App Insektensommer: www.NABU.de/insektensommer/app Hummeln: www.NABU.de/entdeckungsfrage Kinderseite mit Insektenbotschafterin Biene Maja, Raupe Nimmersatt & Co.: www.NABU.de/insekten-kinder

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